Thrombotische Mikroangiopathien

Die thrombotischen Mikroangiopathien bilden eine ätiologisch und pathophysiologisch heterogene Gruppe von Erkrankungen mit Verschlüssen der Mikrozirkulation durch Thrombozytenaggregate.

Als Folge finden sich eine oft ausgeprägte Thrombozytopenie und eine Coombs-negative mikroangiopathische hämolytische Anämie mit zahlreichen Fragmentozyten im Blutausstrich. Symptome von Organschädigungen können in variabler Konstellation und Ausprägung auftreten. Primäre thrombotische Mikroangiopathien sind die thrombotisch-thrombozytopenische Purpura (TTP) und das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS). Sekundäre thrombotische Mikroangiopathien können in Verbindung mit verschiedenen Erkrankungen und Medikamenten und nach allogener hämatopoietischer Stammzelltransplantation auftreten.

Die Klinik für Hämatologie verfügt über die Expertise und die Einrichtungen zur Diagnostik und umgehenden Therapie (Plasmaaustauschbehandlung) einer thrombotischen Mikroangiopathie. Bestimmte Untersuchungen erfordern dabei einen Probenversand an andere universitäre Zentren.

Ansprechpartner für alle Fragen über thrombotische Mikroangiopathien sind:

Dr. med. Jan-Dirk Studt
Dr. med. Inga Hegemann