Thromboseneigung

Hierunter wird eine angeborene (genetisch determinierte) oder erworbene Neigung zu Thromboembolien verstanden.

In unserer ambulanten Sprechstunde wird eine grosse Zahl von Patienten nach durchgemachten Thrombosen und Embolien oder mit einer in der Familie bekannten Thromboseneigung abgeklärt. In Zusammenarbeit mit der Frauenklinik des USZ werden daneben Risikoschwangerschaften begleitet und spezielle reproduktionsmedizinische Fragestellungen wie zum Beispiel eine Abortneigung bearbeitet. Wir stehen als konsiliarische Ansprechpartner für die Kliniken unseres Hauses und auswärtige Fachkollegen zur Verfügung.

Wir bieten eine Laborabklärung auf aktuellem wissenschaftlichem Stand an; diese umfasst u. a.:

  • Resistenz gegen aktiviertes Protein C/Faktor V Leiden-Mutation
  • Prothrombin-Genmutation
  • Antithrombinmangel
  • Protein C-Mangel
  • Protein S-Mangel
  • Kongenitale Dysfibrinogenämien
  • Antiphospholipid-Antikörper und Lupus Antikoagulans
  • Abklärung auf myeloproliferative Neoplasien
  • Abklärung auf thrombotische Mikroangiopathien
  • Abklärung auf eine Heparin-induzierte Thrombozytopenie (HIT); die Labormethoden zum Nachweis von HIT-Antikörpern wurden kürzlich modernisiert und erlauben nun die noch schnellere Erledigung des Untersuchungsauftrags
  • Prüfung der Wirkung von Thrombozytenaggregationshemmern (Acetylsalicylsäure, ADP-Rezeptor-Antagonisten) einschliesslich Durchflusszytometrie (VASP)
  • Überwachung einer Therapie mit sämtlichen herkömmlichen und neuen Antikoagulantien

Nach gründlicher Anamneseerhebung wird eine umfassende Beurteilung hinsichtlich der Indikation, Art und weiteren Handhabung einer Antikoagulantientherapie oder einer Rezidivprophylaxe von Thromboembolien abgegeben.

Ansprechpartner für alle Fragen die Thromboseneigung sind:

Dr. med. Jan-Dirk Studt
Dr. med. Inga Hegemann