Durchflusszytometrie: Immunphänotypisierung

Anwendungsgebiet

Ein zentraler Bestandteil der Diagnostik von hämatologischen Neoplasien stellt die Immunphänotypisieurng dar und spiegelt sich in der Anlaysezahl von jährlich ca 2000 untersuchten Proben in unserem Labor wieder. Anhand des Antigenexpressionsmuster, die mittels dieser Methode charakterisiert werden kann, können maligne von gesunden Zellen abgegrenzt werden und dient somit nebst der Sicherung der Diagnose auch der Klassifizierung der Erkrankung.  Durch die Quantifierizung maligner Zellen kann im Therapieverlauf ein Monitoring der Erkrankung anhand dieser Methode erfolgen (MRD Diagnostik).

Neben der Diagnostik maligner Neoplasien wird diese Methode in unserer Klinik in einer umfangreichen Thrombozytendiagnostik (Rezeptoren, Aktivierungs- und Degranulationsmarker) und zur CD34 Messung im Rahmen von Stammzellsammlungen angewandt.

Die Klinik für Hämatologie beteiligt sich aktiv in der Schweizerischen Gesellschaft für Zytometrie.

 

Untersuchungsmaterial

Eine Analyse mittels Durchflusszytometrie zur Immunphänotypisierung erfolgt am geeignetsten an 5 bis 10ml Heparin peripherem Blut (bei Ausschwemmung maligner Zellen) oder Knochenmark. Alternativ kann EDTA als Antikoagulans verwendet werden, hier muss aber mit einem schnelleren Viabilitätsverlust der Zellen gerechnet werden und ist insbesondere für externe Zusendung als nicht geeignet einzustufen. Eine Liquoranalyse sollte aufgrund der allgemein sehr tiefen Zellzahl in einem speziellen Fixationsmedium erfolgen. Hierzu empfehlen wir das Verwenden von Transfix. Bei Bedarf kann dieses in unserem Hämatologie Labor angefordert werden.  Die Analysen werden auch in diversen anderen Punktaten sowie im Rahmen des Lymphomservices an Lymphknotenbiopsien durchgeführt.

Verwendete Fragestellungen
  • Abklärung Leukämie: Charakterisierung der Linienzugehörigkeit der Blasten (lymphatisch vs myeloisch sowie deren Subtypisierung) 
  • Abklärung reifzelligen lymphatischer Neoplasien: Charakterisierung hinsichtlich B-, T- und NK- Zell-Lymphomen
  • Abklärung Plasmazellmyelom: Abgrenzung zwischen reaktiven und neoplastischer Plasmazytose.
  • Abklärung hinsichtlich paroxismaler nächtlicher Hämaoglobinurie (PNH), inkl. Verlaufsbeurteilung.
  • Mastzellcharakterisierung bei Vd.a. systemische Mastozytose
  • Abklärung Monozytosen: Abgrenzung reaktiv gegenüber neoplastisch (CMML)
  • Verlaufsdiagnostik: Plasmazellmyelom, Leukämien und Lymphomen.
  • Thrombozytenfunktionsdiagnostik: Rezeptorexpression und Granulaexternalisation
  • Hämatopoietische Stammzellmessung (CD34)


Unser Analysenspektrum wird kontinuierlich erweitert. Ein MDS Panel ist in Planung, wird aktuell noch nicht für die Klinik angeboten.

Ansprechpersonen

Widmer.tif                             Balabnov.tif

Dr. med. Corinne Widmer                               PD Dr. Dr. Stefan Balabanov
Tel. 044 255 41 45                                            Tel. 044 255 12 93
corinne.widmer@usz.ch                                    stefan.balabanov@usz.ch



 

Ewa Dudkiewicz                                              Karin Sprecher
Fachverantwortliche BMA                                 Stv. Fachverantwortliche BMA
Tel. 044 255 32 76                                          
ewa.dudkiewicz@usz.ch                                  karin.sprecher@usz.ch